26. September 2008 - Schiffslazarett der MÖLDERS für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht
Im Rahmen der 6. Arbeitstagung der “Sanitätsoffiziere der Flotte” wurde das Schiffslazarett der MÖLDERS durch den Admiralarzt der Marine, Admiralarzt Dr. Rainer Pinnow, der Öffentlichkeit übergeben.

Zuvor hatten Flottenarzt Dr. Volker Hartmann und Flottillenapotheker Jörg Dustmann mir ihren Mitarbeitern das Lazarett in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und u.a. einen Operationstisch und ein Narkosegerät für das Deutsche Marinemuseum als Exponate besorgt.
Konsul Friedrich A. Meyer (Präsident des Kuratoriums) und Kapitän zur See a.D. Holger Ott (Stiftungsvorsitzender) dankten den Sanitätsoffizieren im Beisein von Kapitän zur See a.D. Holger Nippe (Vorsitzender des Fördervereins) im Namen des Deutschen Marinemuseums. An der Einweihung nahm auch der erste Schiffsarzt der MÖLDERS, Dr. Fliedner, teil.
Die Ausstattung mit einem Schiffslazarett stellte einen wesentlichen Unterschied zwischen der MÖLDERS und ihren amerikanischen Vorbildern, den Zerstörern der Charles F. Adams-Klasse, dar. Mit einem eigenen Operationstisch, sowie Röntgen- und Narkosegeräten war das Lazarett umfangreich ausgestattet. Auch größere Operationen konnten hier durchgeführt werden.
Geleitet wurde das Schiffslazarett vom Schiffsarzt, in der Regel einem Stabs- oder Oberstabsarzt der Marine. Ihn unterstützten ein Portepeeunteroffizier als Sanitätsmeister, ein Sanitätsmaat und bis zu zwei Sanitätsgasten. Bei besonderen Auslandsfahrten wurden zeitweise weitere Fachärzte eingeschifft.
Zusätzlich zum medizinischen Fachpersonal besaßen alle Soldaten an Bord als »Helfer im Sanitätsdienst« eine medizinische Grundausbildung. Sanitätsdienstliche Ausbildungsanteile unter Leitung des medizinischen Fachpersonals waren fester Bestandteil der Gefechts- und Schiffssicherungsübungen an Bord.
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