Vortrag Heiko Suhr: Wilhelm Canaris. Konterrevolutionär und Widerständler?

Termin Details Datum: 26. Juli 2018 19:30 – 21:00 Ort: Deutsches Marinemuseum Terminkategorien: Begleitprogramm „Die See revolutioniert das Land“, Vortrag […]


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Am 9. April 1945 wurde Wilhelm Canaris im KZ Flossenbürg erhängt. Der Vortrag versucht zu ergründen, wer Wilhelm Canaris wirklich war. Nach Ende des Ersten Weltkrieges war Canaris in Kiel ein führendes Mitglied der Konterrevolution und maßgeblich am Aufbau der Marinebrigade Loewenfeld beteiligt. Wenige Monate später stieg er unter dem sozialdemokratischen Reichswehrminister Noske gar zum Vertreter der Belange der Marinebrigaden überhaupt auf. Noch 1926 verteidigte Canaris die überkommenen Werte der kaiserlich deutschen Seeoffiziere und auch die Dolchstoßlegende vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 hat Canaris begrüßt und den NS-Staat bald aktiv unterstützt. Spätestens ab 1938 wirkte er jedoch aktiv gegen den Staat. Er stellte die Machtstrukturen des ihm unterstehenden Nachrichtendienstes vielen Widerständlern gleich welcher politischen Richtung zur Verfügung. Er hatte selber aktiven Anteil an Staatsstreichs- und Attentatsplänen. Er setzte sich für eine alternative Außenpolitik gegen den NS-Terror ein. Er rettete Juden und andere Verfolgte des Regimes aus humanitären Gründen vor der Verfolgung. Wie diese zwei Facetten zusammenpassen und welche Persönlichkeitsstruktur beide Ausprägungen erklären kann, wird der Vortrag auf Basis der Ergebnisse einer Dissertation an der Universität Vechta ergründen.

Heiko Suhr (Foto: privat)

Heiko Suhr (Foto: privat)

Der Referent Heiko Suhr ist Historiker und promoviert derzeit an der Universität Vechta zum Thema „Wilhelm Canaris. Lehrjahre eines Geheimdienstchefs. Die Marinelaufbahn des späteren Admirals Wilhelm Canaris (1905-1934)“

Der Eintritt ist frei.

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Seemannschaftsschulboot „Nordwind“

Im November 2008 konnte das Deutsche Marinemuseum mit Hilfe seiner Freunde, Förderer und Sponsoren das ehemalige Seemannschaftsschulboot „Nordwind“ der Deutschen Marine erwerben. Seit 2009 ist das Boot mit einer ehrenamtlichen Museumscrew als Traditionssegler unter der Flagge des Deutschen Marinemuseums in Fahrt.


Seemannschaftsschulboot „Nordwind“

Hafenrundfahrt

An Bord unserer Motorbarkasse »FRIEDRICH A. MEYER« können Sie sich zwischen April und Oktober bei einer einstündigen Seefahrt entspannen und auf der Rundfahrt durch den Hafen und durch das Marinearsenal die marinehistorische Seite Wilhelmshavens kennen lernen.


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Café

Besucher des Deutschen Marinemuseums verwöhnt das Museumscafé mit Kaffee, Kuchen, maritimen Snacks und einem schmackhaften Mittagstisch.


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Museumsschiffe und Freigelände

Technik vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart

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Die „Mölders“

134 Meter Länge, 4200 t Verdrängung, 334 Mann Besatzung, 35 Knoten Höchstgeschwindigkeit. Dies sind die beeindruckenden technischen Daten von Deutschlands größtem Museumskriegsschiff, auf dem es vieles zum Alltag und Auftrag der Marine zu entdecken gibt.

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U 10

Ursprünglich war U10 für den Einsatz in der Ostsee gebaut worden. Heute liegt es an der Nordsee zur Besichtigung auf dem Trockenen.

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Minenjagdboot „Weilheim“

Das Minenjagdboot „Weilheim“ gehört zur „Lindau“-Klasse und damit zur ersten Bootsklasse, die die junge Bundesmarine nach dem Zweiten Weltkrieg auf deutschen Werften bauen ließ.

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Schnellboot „S71 Gepard“

Seit dem 18. Juni 2016 ist das Deutsche Marinemuseum um eine Attraktion reicher. „S71 Gepard“, das Typboot der letzten von der Deutschen Marine genutzten Schnellbootklasse ist nun als Museumsboot zugänglich.

Schnellboot „S71 Gepard“

Dauerausstellung

Warum meuterten 1918 die Matrosen? Welche Rolle spielte die legendäre Schlüsselmaschine Enigma im Zweiten Weltkrieg? Wozu wurde unsere Marine in den vergangenen 50 Jahren eingesetzt?

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Raum 1 – Deutsche Marinen im 19. Jahrhundert

Von der deutschen Reichsflotte bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs

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Raum 2 – Deutsche Marinen im Zeitalter der Weltkriege

Deutsche Marinegeschichte zwischen Julikrise und bedingungsloser Kapitulation

Raum 2 – Deutsche Marinen im Zeitalter der Weltkriege

Raum 3 – Marinen im Bündnis

Von der Gründung der beiden deutschen Nachkriegsmarinen im geteilten Deutschland über die Wiedervereinigung zur Deutschen Marine im Einsatz

Raum 3 – Marinen im Bündnis

Deutsches Marinemuseum

Südstrand 125
26382 Wilhelmshaven
Tel. 04421 – 40084-0
info@marinemuseum.de

Hunde

Wir bitten um Verständnis, dass das Mitführen von Hunden im Museum nicht gestattet ist.

Unsere Gebührenliste finden Sie als Link im PDF Format hier.

Eintrittspreise

Erwachsene 11,50 EUR
Kinder (6–14 Jahre) 5,00 EUR
Familien (bis zu 3 Kinder) 25,00 EUR
Gruppenpreise auf Anfrage

Öffnungszeiten

1. April bis 31. Oktober täglich 10.00 bis 18.00 Uhr
1. November bis 31. März täglich 10.00 bis 17.00 Uhr
24. Dezember geschlossen

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