Aufgrund der Entwicklung der pandemischen Lagen gilt seit heute die 3G-Regel für den Besuch des Deutschen Marinemuseums. Bitte halten Sie bei Ihrem Besuch einen Nachweis über Ihren vollständigen Impfschutz, eine Genesenenbescheinigung oder einen Nachweis über einen negativen Corona-Test sowie einen amtlichen Lichtbildausweis bereit.

Eine gute Nachricht gibt es jedoch auch: das Küsten-U-Boot “U 10” ist wieder zu Besichtigung freigegeben.

Am Wochenende fand die Mitgliederversammlung des “Fördervereins Deutsches Marinemuseum e.V.” statt.

In den vergangenen Jahren schloss sich daran meist ein Bordempfang auf einer schwimmenden Einheit der Deutschen Marine an. Da dies in diesem Jahr nicht möglich war, hielt der Museumshafen als Veranstaltungsfläche her. Gut 100 Mitglieder des Fördervereins nutzten das Areal, um sich – mit genügend Abstand – über das vergangene Jahr auszutauschen und sich am Grillbuffet zu stärken.

Ein Highlight stellte das Platzkonzert des Marinemusikkorps Wilhelmshavens dar. Passend zur Veröffentlichung der CD “Nordseebilder” spielten 30 Musikerinnen und Musiker der Marine verschiedene Stücke der CD. 50 Exemplare der CD fanden in der Folge direkt neue Besitzerinnen und Besitzer. Sie ist im Museumsshop und hier im Onlineshop verfügbar.

Am gestringen Sonntag erschien auf dem YouTube-Kanal des Deutschen Marinemuseums die letzte Folge der ersten Staffel #ImFokus.

Hier oder unten können Sie sich in kurzen Videos über verschiedene Objekte aus unserer Dauerausstellung und letzten Sonderausstellung informieren.

In der ersten Folge stellt unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Carsten Siegel eine Flugabwehrkanone vor. In einem Drucktopf geschützt lag sie viele Jahrzehnte auf dem Boden der Nordsee und ist jetzt in Raum 2 der Dauerausstellung “Das Zeitalter der Weltkriege” zu sehen.

In der zweiten Folge geht es um die Uniform einer Marinehelferin der Kriegsmarine. Unsere wissenschaftliche Volontärin Suzanne Foxley stellt Ihnen diese spannenden Kleidungsstücke vor und erklärt, welche Schlüsse sich daraus auf die Rolle der Frau im Nationalsozialismus ziehen lassen.

Um den Motor eines Kleinst-U-Bootes vom Typ “Seehund” geht es im dritten Video. Unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Klaus Schroeder beschreibt die Einsatzrealität an Bord und die technischen Probleme dieser Konstruktion.

In der vierten Folge stellt die stellvertretende Museumsleiterin Nina Nustede das Modell des Marineluftschiffs L 56 (LZ 103) und dessen bewegte Geschichte vor.

In der fünften und letzten Folge ist wieder Carsten Siegel an der Reihe. Es geht um die Seele des Schiffs, also um Schiffsglocken.

Wir freuen uns, dass in diesem Jahr die Lange Nacht der Kultur wieder stattfinden kann – wenn auch in einer abgespeckten Version.

Dauerausstellung, Sonderausstellung “Das Segelschulschiff Gorch Fock” und die Schiffe und Boote sind für Besucherinnen und Besucher geöffnet, Museumsguides stehen für Auskünfte zur Verfügung. Im Museumscafé lässt es ich bei einem Getränk und einer Bratwurst entspannen, für musikalische Unterhaltung sorgt die Band “Der dritte Sektor”. Zudem wird das Außengelände punktuell illuminiert und trägt so zu einem entspannten kulturellen Abend bei.

An diesem Abend wird ein freiwilliger Eintritt erhoben.

Weitere Infos zur Langen Nacht der Kultur light und den beteiligten Institutionen finden Sie hier: Lange Nacht der Kultur | WilhelmsHaven-Sommer (wilhelmshaven-touristik.de) .

Foto: Björn Lübbe

Am 17. Juni 2021 war Dr. Eva Högl, die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, zu Gast im Deutschen Marinemuseum. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden des Museums, Konteradmiral a.D. Gottfried Hoch und Museumsleiter Dr. Stephan Huck besuchte sie die aktuelle Sonderausstellung zum Segelschulschiff “Gorch Fock” und informierte sich über den Stand und Planungen der Neukonzeption des Museums.

Am 30. April erhielt die museale Sammlung einen Neuzugang der besonderen Art: einen funktionsfähigen Nachbau einer Dampfpinasse der Kaiserlichen Marine von ca. 1908.

Bei der Ankunft aus Mannheim per Trailer bekam die Pinasse vom zukünftigen Kapitän und Heizer Jo Brück aufgrund des fast makellosen formverleimten Holzrumpfes prompt den Namen „Stradivari auf dem Wasser“ verpasst. Der Rumpf wurde 1999 bei Burmester gebaut, die gesamte Technik rund um den Dampfantrieb stammt von einem Braunschweiger Dampfboot-Enthusiasten. Dazu gehören u.a. die Dampfmaschinen (eine Hauptmaschine mit 8,8 kW und zwei Nebenmaschinen mit je 0,74 kW) ein stehender Rauchrohrkessel, welcher mit maximal 10 bar Dampfdruck betrieben wird, sowie eine Antriebswelle aus Bronze. Die Länge der Pinasse beträgt knapp 8 Meter, weist eine Breite von fast 2,5 Metern und einen Tiefgang von 0,75 Metern bei einer Verdrängung/Gewicht von etwa 2,5 Tonnen auf.

Der vorherige Besitzer der Dampfpinasse hatte leider nicht mehr die Zeit, sich adäquat um den Erhalt des Bootes zu kümmern und dieses auch regelmäßig zu nutzen, so dass er ein würdiges neue Zuhause für dieses gesucht und nun bei uns gefunden hat. Wir freuen uns sehr über diesen besonderen Neuzugang und dabei am meisten Jo Brück, der sich nun begeistert in die Technik des Dampfantriebes einarbeitet, damit bald eine Probefahrt stattfinden kann. Wie genau und in welchem Ausmaß die Dampfpinasse zukünftig im Museum zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest und wird in den nächsten Monaten entschieden.

Am 5. März überreichte uns Flottillenadmiral Ralf Kuchler ein Stück Gegenwartsgeschichte: eine Armbinde, die beim Einkaufsdienst in Wilhelmshaven im Rahmen der Bundeswehr-Coronahilfe getragen wurde. Mit Beginn des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 waren rund 30 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, um Einkäufe von Lebensmitteln und anderen Dinge des täglichen Bedarfs für Personen, die zur Risikogruppen gehören, zu tätigen. Dabei wurde diese improvisierte Armbinde getragen. Besonders spannend werden solche Objekte, wenn es zu ihnen eine persönliche Geschichte gibt – was hier der Fall ist. Nicht nur die Armbinde fand den Weg in unsere Sammlung, sondern auch ein Brief und eine selbst genähte Maske. Die Enkel einer in Wilhelmshaven lebenden Seniorin bedanken sich in diesem Brief herzlich für die Einkaufsdienste der Bundewehr, da die Familie leider weit weg wohnt und die Mutter zusätzlich zur Risikogruppe gehört und die Familie dementsprechend nicht selbst aushelfen konnte. Zusätzlich lag dem Brief eine selbst genähte Maske im „US-Rangerstoff“ bei, die tatsächlich auch von einem Soldaten (auf)getragen wurde.

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