Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher, liebe Freundinnen und Freunde des Museums,

nachdem nun die letzten Maßnahmen abgeschlossen sind, freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass ab Freitag, den 14. Juni 2024, der Lenkwaffenzerstörer D 186 „Mölders“ wieder für den regulären Besuchsverkehr zugänglich sein wird.

Die sanierungsbedürftige Kaje hatte uns dazu gezwungen, den Treppenaufgang zur „Mölders“ abzubauen. Somit fehlte ein Fluchtweg und nur kleine Gruppen durften zum Escape-Game oder mit einer geplanten Führung auf das Schiff. Nach Untersuchungen durch Statiker, Gesprächen mit Tragwerksplanung und Gerüstbau sowie der Genehmigung des Bauantrages konnte in den vergangenen Wochen ein neuer Aufgang gebaut werden, der am 14. Juni eröffnet werden kann.

Ein besonderer Dank gilt dabei dem Bauordnungsamt Wilhelmshavens, das unseren Antrag sehr schnell bearbeitet hat sowie der Nietiedt-Gruppe, die für den Gerüstbau zuständig waren.

Das Deutsche Marinemuseum hat für Bewohner*innen des Wohn- und Pflegeheims Sanderbusch eine Hafenrundfahrt mit der Barkasse Friedrich A. Meyer organisiert. Bei gutem Wetter und bester Stimmung war es für viele Personen nicht nur die erste „Seefahrt“, sondern sie haben auch erstmalig Wilhelmshaven von der Seeseite kennengelernt. In einer kurzweiligen Fahrt unter der sachkundigen Führung von Hans-Ulrich Raabe u. Heinrich Schmidt konnte den wissensdurstigen Personen viel Wissen über die Marinestadt und ihre geschichtsträchtige Vergangenheit vermittelt werden. Dementsprechend groß war auch die Freude über die Fahrt, verbunden mit dem Wunsch, dies Erlebnis einmal zu wiederholen.

Foto: Heinrich Schmidt

Vom 24. – 30. März finden zum 24. Mal die Passionspunkte statt. Jeweils um 18 Uhr geht die Gemeinde der Havenkirche nach draußen und feiert sogenannte Passionspunkte an wunden Punkten in der Süd- und Innenstadt.

Am 26. März 2024 wird die Sonderausstellung “Dazwischen” im Deutschen Marinemuseum Passionspunkt sein. Eine Ausstellung, die sich mit der Lebenswelt der SoldatInnen auseinandersetzt. Und auch strukturell ein Ort, der sich im DAZWISCHEN bewegt.

35 Minuten lang werden Fachleute, MusikerInnen, LektorInnen und TheologInnen den jeweiligen Ort im Kontext der Passionsgeschichte Jesu beleuchten. Ein ausgezeichnetes Projekt, so stellte im Jahr 2017 die „Stiftung Gottesdienst“ aus Kassel fest und zeichnete das Format mit dem alljährlichen Preis aus. Dabei bewerteten sie die Passionspunkte als sehr besonders, weil sie es sich zur Aufgabe gemacht hätten, die Stadt gottesdienstlich zu kartographieren. Ein besonderes Kompliment, dem die Passionspunkte auch dieses Jahr gerecht werden wollen. Es sind wieder eindrückliche Orte gefunden worden, die sowohl die Stadtgeschichte als auch die Geschichte Jesu in neuem und anderem Licht erscheinen lassen.

Informationen zu allen 7 Orten finden Sie hier.

Wir trauern um unseren langjährigen Museumsleiter, Vertrauten und Kameraden, Stephan Huck, der im Alter von nur 53 Jahren seinem Krebs erlegen ist.

Stephan Huck wuchs in Braunschweig auf und trat 1989 in die Bundeswehr ein. Als Offizier auf Zeit entschied er sich 1993 Geschichte und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr Hamburg zu studieren und trat danach eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr (heute Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften) in Potsdam an. Sein Vorgesetzter, Kpt z.S. a.D. Jörg Duppler, war es, der ihn schließlich 2002 für den Leitungsposten des 1998 gegründeten Deutschen Marinemuseums in Wilhelmshaven vorschlug. 

2002 übernahm Stephan Huck die Leitung des Museums, das bis dato hauptsächlich ehrenamtlich bzw. durch den Förderverein Deutsches Marinemuseum e.V. geführt worden war. Mit seiner klaren Zielvorstellung, seinen Ideen und seinem Tatendrang entwickelte er dieses regionale Museum zu dem heutigen Deutschen Marinemuseum, das national wie international Bedeutung hat. Besonders deutlich zeigt sich dies an den kontinuierlich hohen Besuchszahlen mit über 100.000 Besuchen jährlich.

Neben einer vollständigen Neugestaltung der Dauerausstellung samt Erweiterung des Hauses 2009/2010 wurden unter der Leitung von Stephan Huck über 45 Sonderausstellungen umgesetzt. Seine erste eigene Sonderausstellung 2003 „Ringelnatz. Als Mariner im Krieg 1914-1918“ war ihm immer besonders im Gedächtnis. Ein besonderes Highlight für ihn und das Haus war zudem die Ausstellung „Die Flotte schläft im Hafen ein“, die in Kooperation mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr 2014 erarbeitet wurde. Mit einem guten Gespür für aktuelle Fragestellungen wählte Stephan Huck die Themen der Sonderausstellungen, die auch Jubiläumsausstellungen wie zur Revolution 1918/19, Reformation oder Skagerrakschlacht gegenwartsrelevant erscheinen ließen. Außerdem bewies er des Öfteren sein kreatives Geschick, wenn die Szenographie oder die Grafik einer Ausstellung hausintern gelöst werden mussten.

Das Museum und seine Aufgaben immer ganzheitlich denkend stieß Stephan Huck 2018 einen allumfassenden Neukonzeptionsprozess für das Deutsche Marinemuseum an. Seitdem sind ein Erweiterungsbau, Sanierungen von Nordwind und Kaje, ein neues Depot und eine größere, aktualisierte Dauerausstellung in Planung und Umsetzung.

Es ist einzigartig, welch Erfolg an seiner Person festgemacht werden kann. Dieser wird auch in Zukunft stets an ihn erinnern.

Sein Engagement ging zudem noch weit über das Museum hinaus. Als Vorstandsmitglied des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen e.V. begleitete er viele Museen im Museumsgütesiegel-Prozess. Er ermöglichte als Lehrbeauftragter der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg vielen Studierenden den Einblick in die Museumsarbeit. Und er gestaltete als Mitglied oder Beiratsmitglied die Arbeit verschiedenster Institutionen der Region und des Landes mit, wie zum Beispiel im Falle des Panzermuseums Munster oder des Technik Museums Magdeburg.  

Neben all den Terminen und Reisen, die dieses Engagement und seine Ideen mit sich brachten, verlor er dabei nie seine Leidenschaft zum Badminton und die Liebe zur Musik aus den Augen. Ob im Auto, im Büro oder selbst gespielt – Musik war ein ständiger Begleiter in seinem Leben, was nicht selten zu fachsimpelnden, diskursiven oder lustigen Gesprächen mit seinen Beifahrern führte.

Stephan Huck hat mit seinem inneren Feuer, seiner dennoch ruhigen und liebevollen Art, seiner Willensstärke und Motivationskraft uns als Museumsteam zusammen und in Schach gehalten. Er hatte immer ein offenes Ohr für uns, teilte unsere Sorgen und Nöte und hatte stets Verständnis. Für uns war er unser »Chef«, für ihn waren wir immer seine »Kolleginnen und Kollegen«. Uns fehlen die Worte über diesen Verlust.

Wir werden in seinem Sinne und mit ihm im Herzen das Museum weiterführen und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten seiner Ehefrau, seinen Töchtern und seiner Familie.

Die Trauerfeier findet am Freitag, den 12. Januar, um 14 Uhr in der Stadtkirche in Jever statt. Das Museum bleibt an diesem Tag geschlossen.

Im Museum liegt zudem öffentlich ein Kondolenzbuch aus.

Wr trauern um Harald Kramer, der im Alter von 77 Jahren plötzlich verstorben ist. Der gelernte Binnenschiffer ist 2005 nach Wilhelmshaven gekommen und hat kurz danach als Barkassenfahrer im Marinemuseum angefangen, hunderte Museumsgäste sicher durch den Hafen gefahren und dabei mit seiner unverwechselbaren Art unterhalten. Neben seiner Tätigkeit als Skipper hat er zudem seinen technischen Sachverstand bei der Instandhaltung nicht nur der museumseigenen Barkasse, sondern auch der anderen Schiffe und Boote im Museumshafen eingebracht. In seiner Freizeit hat er sich neben dem Wasser auch anderen Elementen gewidmet, war passionierter Bergsteiger und ist regelmäßig Marathon gelaufen. Letzterem wollte er sich wieder vermehrt widmen, nachdem er erst im Oktober seine letzte Tour mit der Barkasse fuhr und sich zum Ende des Jahres vom Museum verabschiedet hat.

Wir werden Harald Kramer als treuen Wegbegleiter in Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und Familie.

„Mast- und Schotbruch“ für die letzte Reise wünschen das Team des Deutschen Marinemuseums und die Mannschaft der »Friedrich A. Meyer«.

Hans-Georg (Schorsch) Nippe gehörte zu den Gründungsmitgliedern des 1988 gegründeten »Förderverein Deutsches Marinemuseum e.V.« und damit zu den Ideengebern und Initiatoren des Deutschen Marinemuseums.

Er unterstützte von Anfang an den Aufbau und die Entwicklung des Museums und förderte dieses nachhaltig. Als langjähriger Vorsitzender des Vorstandes und Ehrenmitglied des Fördervereins wirkte er mit seiner Persönlichkeit und gutem Rat an allen wichtigen Entscheidungen mit. Unermüdlich setzte er sich mit seinen Ideen für das Deutsche Marinemuseum ein, mit großem Arbeitseinsatz, seinem Geschick und seinen persönlichen Verbindungen konnte er viele Förderer gewinnen und die Mitgliederzahl des Fördervereins deutlich steigern.

Eine schwere Erkrankung im Jahr 2012 zwang ihn leider, alle Aktivitäten einzuschränken.

Wir werden Hans-Georg Nippe als treuen Wegbegleiter in Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Für das Kuratorium
Vizeadmiral a.D. Rainer Brinkmann

Für den Vorstand
Prof. Dr. Michael Epkenhans

Für das Museumsteam
Dr. Stephan Huck

Für den Förderverein
Kapitän zur See a.D. Günter Steinberg

Alle paar Jahre müssen unser Museumsschnellboot zur Kontrolle des Unterwasserschiffs gedockt werden. Hier werden eventuelle Schadstellen begutachtet, Reparatur- und Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt, um das Boot sowie auch dessen Schwimmfähigkeit langfristig zu erhalten.

Das Deutsche Marinemuseum Wilhelmshaven (DMM) veranstaltet 2024 die achte Auflage des Workshops „Dreizack“, eine Reihe des „Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK) und des Deutschen Marinebunds (DMB). Der „Dreizack“ bietet die Gelegenheit zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Themen der Marinegeschichte, Maritimer Strategie & Sicherheitspolitik sowie Museumsarbeit. Auch Angehörige von verwandten Disziplinen sind herzlich willkommen. Der „Dreizack24“ ist für den Zeitraum vom 15.04.2024 bis 17.04.2024 in den Räumlichkeiten des DMM geplant.

Das Deutsche Marinemuseum stellt die Geschichte der deutschen Marinen von 1848 bis zur Gegenwart dar und arbeitet auf Grundlage des Standards für Museen vom Deutschen Museumsbund und dem International Council of Museums (ICOM). Mit jährlich mehr als 100.000 Gästen gehört es zu den meistbesuchten Museen der Bundesrepublik Deutschland.

Das Format steht allen deutschsprachigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Universitäten, Think Tanks, den Streitkräften und dem politischen und wirtschaftlichen Betrieb offen, um sich über aktuelle Forschungen und laufende Projekte (z.B. Dissertationen, Masterarbeiten, Buchvorhaben) auszutauschen.

Die Teilnahme am „Dreizack24“ ist auf zwei Weisen möglich:

  • „Einzelfahrer“ können sich mit einem Bericht aus der Forschung bewerben. Thematisch ähnlich gelagerte Vorträge werden in einem Panel zusammengefasst. Als Vorträge eignen sich z.B. Forschungsberichte laufender Master- oder Dissertationsarbeiten, wissenschaftliche Forschungsprojekte oder Beiträge über die Vertiefung maritimer Expertise.
  • „Konvois“ reichen ein im Vorfeld abgestimmtes thematisches Panel, üblicherweise bestehend aus drei Vortragenden und einem Chair, ein.

Wir würden uns besonders freuen über Einreichungen zu den Themenschwerpunkten:

  • Deutsche Marinen im Indo-Pazifik/in Ostasien: Maritime Sicherheit und Strategie 1848 bis heute
  • Militär/Marine im Museum
  • 75 Jahre maritime NATO

Wir bitten bis 31.01.2024 um Ihren Themenvorschlag. Bewerbungen werden nach Eingang geprüft und Zusagen nach Ablauf der Frist erteilt. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt.

Das Programm wird in bewährter Art und Weise durch Gastvorträge, Exkursionen und Möglichkeiten zum geselligen Beisammensein ergänzt. Der Teilnahmebeitrag von 100.00€ (50.00€ für Studierende und Doktoranden) umfasst die Kosten für Kost & Logis sowie die Programmpunkte während der Tagung. Dazu zählen die Übernachtung in maritimen Doppelkajüten auf dem Wohnschiff ARCONA im Großen Hafen Wilhelmshaven, das Frühstück und Abendessen, das Tagungsgetränk, sowie das Einlaufbier.

Eine Reisekostenunterstützung kann in begründeten Fällen gewährt werden.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Call an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiterverbreiten!

Für weitere Fragen stehen wir gerne unter der unten angegebenen Emailadresse zur Verfügung. Einsendungen sind zu richten an siegel@marinemuseum.de

(c) Jenny Rosentreter

Am Sonntag, den 19.11., wird anlässlich der Sonderausstellung „Tina Asche: DAZWISCHEN. Zur Lebensrealität Wilhelmshavener Marinesoldatinnen und -soldaten“ um 12 Uhr ein Poetry-Slam stattfinden. Verschiedene Poetinnen und Poeten werden unter der Moderation von Poesiematrose, Veronica Scholz, ihre selbstgeschriebenen Texte vortragen, die in der Auseinandersetzung mit dem Thema der Sonderausstellung entstanden sind. Anschließend können Sie mit der Künstlerin der Ausstellung, Tina Asche, ins Gespräch kommen und Ihre Fragen zu der Sonderausstellung stellen.

Datum: Sonntag, 19.11.2023

Uhrzeit: 12.00 Uhr Beginn Poetry-Slam
14.00 Uhr Beginn Führung

Moderation: Veronica Scholz

Führung: Tina Asche

Ort: Deutsches Marinemuseum, Südstrand 125, 26382 Wilhelmshaven

Kosten: Museumseintritt

Friedrich A. Meyer gehörte 1988 zu den Ideengebern und Initiatoren des Deutschen Marinemuseums. Mit großem Engagement unterstützte er dessen Aufbau und Entwicklung.  Als langjähriger Präsident des Kuratoriums und Ehrenmitglied im Förderverein stand er dem Marinemuseum mit seiner Persönlichkeit sowie Rat und Tat bei vielen wichtigen Entscheidungen zur Seite. Auch nach seinem Ausscheiden aus den Gremien des Marinemuseums und des Fördervereins setzte sich Friedrich A. Meyer unermüdlich für das Museum und dessen Personal sowie insbesondere für  den Ankauf und Fahrbetrieb unserer Barkasse ein. Zu seinen Ehren heißt sie »Friedrich A. Meyer«.   

Wir werden Friedrich A. Meyer als treuen Wegbegleiter in Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. 

Für das Kuratorium 

Vizeadmiral a.D. Rainer Brinkmann 

Für das Museumsteam 

Dr. Stephan Huck 

Für den Vorstand

Prof. Dr. Michael Epkenhans 

Für den Förderverein 

Kapitän zur See a.D. Günter Steinberg 

Haben Sie Fragen ? Wir helfen gern.