Weiter geht es in unserer Vortragsreihe: Am 25. August 2026 um 19.00 Uhr wird Holger Raddatz in unserer neuen Reihe „Achtung, Exponat!“ über bauliche Objekte sprechen, die das Bild der Stadt Wilhelmshaven in besonderem Maße prägen: Luftschutzbunker.

Der Experte für Bunkeranlagen wird aus seiner Privatsammlung das Kartonmodell eines so genannten Truppenmannschaftsbun­kers 750 der Kriegsmarine mitbringen. Anhand des Modells im Maßstab 1:72 wird er die Bunkerlandschaft Wilhelmshavens vorstellen: Welche Bunkertypen wurden während des Zweiten Weltkriegs gebaut? Wie verteilten sie sich über die Stadt? Was davon steht noch? Und wie werden die ehemaligen Bunker heute genutzt?

Wilhelmshaven, seinerzeit die Stadt der Kriegsmarine, verfügte zwischen 1939 und 1945 über eine ungewöhnliche Dichte an Luftschutzanlagen. Darunter fielen mindestens 58 bombensichere Anlagen der Kriegsmarine, beispielsweise Truppenmannschaftsbunker. Diese Bunker waren von Emden bis Königsberg standardi­siert.

Um 19 Uhr begrüßen wir Sie im Veranstaltungsraum des Deutschen Marinemuseums. Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen! Der Eintritt ist, wie immer, frei.

Holger Raddatz betreut im Deutschen Marinemuseum die Fachbibliothek zur Marinegeschichte. Der gebürtige Wilhelmshavener beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Luftschutz­bau im Weser-Ems-Gebiet und darüber hinaus.

Sein Buch „Truppenmannschaftsbunker der Kriegsmarine“ erhalten Sie in unserem Museumsshop!

Der Abendvortrag von Dr. Kerrin Langer am 28. Juli 2026 zum Thema „Meer, Macht und Motoren – Energie und Umwelt in 200 Jahren Marinegeschichte“ muss leider ausfallen. Wir hoffen, den Vortrag zu einem anderen Zeitpunkt nachholen zu können.

Als Ersatz konnten wir Dr. Sebastian Bruns gewinnen, der bereits am Donnerstag, dem 23. Juli im Deutschen Marinemuseum zu Gast sein wird.

In seinem Abendvortrag wird Dr. Sebastian Bruns unter dem Titel „Guardians of the North Atlantic“ die Entwicklung der NATO in den letzten Jahrzehnten analysieren und die aktuellen Herausforderungen diskutieren, vor denen das Nordatlantikbündnis steht.

Der Eintritt ist wie immer frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und angeregte Diskussionen!

Am 23. Juli 2026 laden wir Sie herzlich um 19.00 Uhr zu unserem nächsten Abendvortrag ein. Dr. Sebastian Bruns wird die maritime Entwicklung der NATO in den letzten vier Jahrzehnten beleuchten. Der international renommierte Marinestrategie-Experte ist Fellow der Royal Swedish Society of Naval Sciences (KÖMS) Stockholm. Er lebt und arbeitet in Kiel.

Angesichts des fortwährenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und den Westen und wegen aufflammender Konfliktherde weltweit erlebt die NATO zurzeit eine „maritime Renaissance“. Nach Jahrzehnten schrumpfender Budgets und niedrig- wie mittelintensiver Aufgaben steht das Bündnis am Beginn der Revitalisierung seiner maritimen Fähigkeiten, die mehr denn je gefragt sind.

In seinem Vortrag geht Dr. Sebastian Bruns der Frage nach, wo der Nordatlantikpakt, der ja immerhin ein großes Seegebiet im Namen führt, im Jahr 2026 steht. Wie hat sich die Allianz seit Ende des Kalten Krieges maritim aufgestellt? Und wohin führten See- und Irr-Wege der Mitgliedstaaten?

Der Vortrag findet ausnahmsweise am Donnerstag statt. Um 19 Uhr begrüßen wir Sie im Veranstaltungsraum des Deutschen Marinemuseums. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen über die NATO ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag von Dr. Kerrin Langer am 28. Juli muss leider ausfallen.

Sein neues Buch widmet Dr. Dieter H. Kollmer den Schnellbooten. Die Bundesmarine und die Volksmarine standen Mitte der 1960er Jahre vor ähnlichen Herausforderungen. Sie benötigten neue Schnellboote, und diese sollten jeweils in der Bundesrepublik und in der DDR hergestellt werden. Dieter H. Kollmer untersucht vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Wirtschaftssysteme die jeweilige Beschaffung, Planung und Produktion und bewertet sie wie auch den Einsatz der Boote im Hinblick auf Effektivität und Effizienz. Wir laden Sie herzlich zu seinem Vortrag am 24. Juli 2025 bei uns im Deutschen Marinemuseum ein.

Dr. Dieter H. Kollmer in Hamburg geboren und aufgewachsen, ist zurzeit Berater im Internationalen Militärstab in der Abteilung Politik und Fähigkeiten im NATO-Hauptquartier in Brüssel. Zuvor war er von 2006 bis 2021 als Wissenschaftler am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam insbesondere im Forschungsbereich Militärgeschichte nach 1945 tätig. Kollmer hält Lehraufträge der Universität der Bundeswehr in München sowie der Universität Potsdam und ist Mitglied der wissenschaftlichen Beiräte des Ministers für Landesverteidigung der Republik Österreich sowie am Center for Koldkrigsstuider an der Syddansk Universitet in Dänemark. Seine Forschungsschwerpunkte sind Militär- und Wirtschaftsgeschichte, der Kalte Krieg, Rüstungsgüterbeschaffung, deutsch-dänische Beziehungen und Sportgeschichte.

Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr im Vortragssaal des Museums. Eine Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Liebe Museumsfreundinnen und -freunde,

wir möchten Sie herzlich zu dem Abendvortrag von Dr. Klaus Franken mit dem Titel „Admiral Gustav Bachmann. Ein Admiral der zweiten Reihe?“ einladen.

Es erwartet Sie ein spannender Vortrag zum Militärischen Werdegang des Admirals, seiner Zeit als Chef des Admiralstabs, als Chef der Marinestation der Ostsee und seiner Person im November 1918 während der Revolution in Deutschland. Der Vortrag findet am 22. Mai 2025 statt und beginnt um 19.00 Uhr im Vortragssaal des Museums. Eine Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Am 1. April sind wir in die neue Saison unserer Hafenrundfahrten mit der Barkasse „Friedrich A. Meyer“ gestartet.

Wir haben diesen Anlass zugleich genutzt, um auf den 100. Geburtstag der Barkasse anzustoßen. Mit einem Glas Sekt und einem Geburtstagskuchen in der Hand ging es für die Gäste dann auf die Barkasse, um die erste Fahrt in dieser Saison wahrzunehmen.

Dieses Jahr ist es uns möglich, täglich 4 Barkassenfahrten jeweils um 11.30 Uhr, 13.30 Uhr, 15 Uhr und 16.30 Uhr anzubieten. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir entsprechend das Angebot erweitern konnten.

Allerdings wird sich das Museum bald nach einer neuen Barkasse umschauen müssen, denn leider machen sich 100 Jahre auch bei einem Boot bemerkbar. Deshalb wird diese Saison zumindest für unsere „Friedrich A. Meyer“ die letzte sein.

Als Deutscher Teil der „Volksgemeinschaft“ zu sein: So lautete ein zentrales Versprechen der Nationalsozialisten. Auf der Ferieninsel Langeoog sollte diese Volksgemeinschaft erfahrbar werden. Tausende Jungen und Mädchen der Hitlerjugend nahmen an Zeltlagern im Pirolatal teil, während Gäste des „Kraft durch Freude“-Programms für ausgebuchte Pensionen und Erholungsheime sorgten. Die Dorfbewohner selbst erlebten das neue Regime als Mitglied der NS-Volkswohlfahrt, bei Veranstaltungen der NSDAP-Ortsgruppe oder auf feierlichen Umzügen, wo sie mit Gästen zusammentrafen. Auch symbolpolitisch bekräftigte die Gemeinde ihre Zugehörigkeit zu dem neuen Regime, indem sie Straßen umbenannte und Denkmäler errichtete.

Die Kehrseite der „Volksgemeinschaft“ war die Ausgrenzung und Verfolgung jener, die nach der rassistischen und antisemitischen NS-Ideologie nicht dazugehörten. Während sich die Zwangssterilisation gegen Insulaner richtete, zielte die antisemitische Hetze darauf, zugezogene Konkurrenten loszuwerden und jüdische Gäste gar nicht erst aufzunehmen. Während des Krieges zeigte sich die rassistische Politik im tödlichen Umgang mit sowjetischen Zwangsarbeitern, die den Ausbau der Insel zu einer Garnison vorantreiben sollten.

Echternkamp nimmt die ostfriesische Insel unter die Lupe, um zu prüfen, wie tief Nationalsozialismus und Antisemitismus in die deutsche Gesellschaft eingedrungen waren. Mit Blick auf die Gegenwart kann er verdeutlichen, dass Teile der touristischen Tradition und des heutigen Markenkerns unter anderen Vorzeichen ihren Ursprung auf der Insel der „Volksgemeinschaft“ haben.