Ob Geschichte, Politik, Kunst, Umwelt oder Kosmos: 47 Veranstaltungen vermitteln aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse auf unterhaltsame, verständliche und kurzweilige Weise. Kein Vorwissen nötig! Die Stadt Wilhelmshaven und ihre Verflechtung mit der Welt in Vergangenheit und Gegenwart spielen dabei in vielen Events eine prominente Rolle.

Möglich macht das ein starkes Bündnis: Sieben wissenschaftliche Institutionen in Wilhelmshaven haben sich unter dem Dach der Nordwestdeutschen Universitätsgesellschaft (NWDUG) zusammengetan und ein ebenso spannendes wie vielfältiges Programm für Herbst und Winter auf die Beine gestellt. Mit dabei sind die Kunsthalle, das Deutsche Marinemuseum, das Küstenmuseum, die Volkshochschule, der Astronomische Verein, das Wattenmeer Besucherzentrum und die NWDUG selbst. Vorträge, Reiseberichte, Ausstellungseröffnungen und Kneipenabende verbinden Wissenschaft mit Unterhaltung, Bildung mit Erlebnis.

29.09.2026: Anne Runhaar: Zwischen Booten und Eisbären – Die Bedeutung von Spitzbergen in der maritimen Sicherheit

27.10.2026: Undine Ott: Achtung Exponat! Was eine arabische Holztafel über den Panthersprung nach Agadir erzählt

24.11.2026: Sebastian Schwartz: The Sea is dark and full of terror – Autonome Systeme und moderner Seekrieg

15.12.2026: Leon Biela: Das Weltreich zu Hause. Wilhelmshaven und der deutsche Imperialismus (Buchvorstellung mit Diskussion)

Foto: Hans Sehringer

Weiter geht es in unserer Vortragsreihe: Am 25. August 2026 um 19.00 Uhr wird Holger Raddatz in unserer neuen Reihe „Achtung, Exponat!“ über bauliche Objekte sprechen, die das Bild der Stadt Wilhelmshaven in besonderem Maße prägen: Luftschutzbunker.

Der Experte für Bunkeranlagen wird aus seiner Privatsammlung das Kartonmodell eines so genannten Truppenmannschaftsbun­kers 750 der Kriegsmarine mitbringen. Anhand des Modells im Maßstab 1:72 wird er die Bunkerlandschaft Wilhelmshavens vorstellen: Welche Bunkertypen wurden während des Zweiten Weltkriegs gebaut? Wie verteilten sie sich über die Stadt? Was davon steht noch? Und wie werden die ehemaligen Bunker heute genutzt?

Wilhelmshaven, seinerzeit die Stadt der Kriegsmarine, verfügte zwischen 1939 und 1945 über eine ungewöhnliche Dichte an Luftschutzanlagen. Darunter fielen mindestens 58 bombensichere Anlagen der Kriegsmarine, beispielsweise Truppenmannschaftsbunker. Diese Bunker waren von Emden bis Königsberg standardi­siert.

Um 19 Uhr begrüßen wir Sie im Veranstaltungsraum des Deutschen Marinemuseums. Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen! Der Eintritt ist, wie immer, frei.

Holger Raddatz betreut im Deutschen Marinemuseum die Fachbibliothek zur Marinegeschichte. Der gebürtige Wilhelmshavener beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Luftschutz­bau im Weser-Ems-Gebiet und darüber hinaus.

Sein Buch „Truppenmannschaftsbunker der Kriegsmarine“ erhalten Sie in unserem Museumsshop!

Der Abendvortrag von Dr. Kerrin Langer am 28. Juli 2026 zum Thema „Meer, Macht und Motoren – Energie und Umwelt in 200 Jahren Marinegeschichte“ muss leider ausfallen. Wir hoffen, den Vortrag zu einem anderen Zeitpunkt nachholen zu können.

Als Ersatz konnten wir Dr. Sebastian Bruns gewinnen, der bereits am Donnerstag, dem 23. Juli im Deutschen Marinemuseum zu Gast sein wird.

In seinem Abendvortrag wird Dr. Sebastian Bruns unter dem Titel „Guardians of the North Atlantic“ die Entwicklung der NATO in den letzten Jahrzehnten analysieren und die aktuellen Herausforderungen diskutieren, vor denen das Nordatlantikbündnis steht.

Der Eintritt ist wie immer frei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und angeregte Diskussionen!

Am 23. Juli 2026 laden wir Sie herzlich um 19.00 Uhr zu unserem nächsten Abendvortrag ein. Dr. Sebastian Bruns wird die maritime Entwicklung der NATO in den letzten vier Jahrzehnten beleuchten. Der international renommierte Marinestrategie-Experte ist Fellow der Royal Swedish Society of Naval Sciences (KÖMS) Stockholm. Er lebt und arbeitet in Kiel.

Angesichts des fortwährenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und den Westen und wegen aufflammender Konfliktherde weltweit erlebt die NATO zurzeit eine „maritime Renaissance“. Nach Jahrzehnten schrumpfender Budgets und niedrig- wie mittelintensiver Aufgaben steht das Bündnis am Beginn der Revitalisierung seiner maritimen Fähigkeiten, die mehr denn je gefragt sind.

In seinem Vortrag geht Dr. Sebastian Bruns der Frage nach, wo der Nordatlantikpakt, der ja immerhin ein großes Seegebiet im Namen führt, im Jahr 2026 steht. Wie hat sich die Allianz seit Ende des Kalten Krieges maritim aufgestellt? Und wohin führten See- und Irr-Wege der Mitgliedstaaten?

Der Vortrag findet ausnahmsweise am Donnerstag statt. Um 19 Uhr begrüßen wir Sie im Veranstaltungsraum des Deutschen Marinemuseums. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen über die NATO ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag von Dr. Kerrin Langer am 28. Juli muss leider ausfallen.