Mit einem Festprogramm verabschieden wir am 31. Oktober unser Museumsboot „Weilheim“.
Das Minensuch- und Jagdboot hat der Marine und unserem Museum Jahrzehnte lang treue Dienste geleistet. Nach 67 Jahren im Wasser ist die gesamte hölzerne Struktur der „Weilheim“ jedoch zu stark von Feuchtigkeit durchsetzt und nicht mehr zu retten. Das Boot wird daher ausgemustert.
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Geschichte der „Weilheim“ Revue passieren lassen und einen Blick in die Zukunft werfen.
Feiern Sie mit uns und nutzen Sie die letzte Chance, an Bord der „Weilheim“ zu gehen!
Ab Frühjahr 2027 präsentiert sich das Deutsche Marinemuseum vorübergehend an zwei maritimen Standorten in Wilhelmshaven:
Südstrand: Am gewohnten Ort empfangen das U-Boot „U 10″ und die Dauerausstellung „Menschen – Zeiten – Schiffe“ weiterhin Besucherinnen und Besucher.
Bontekai: Hier hat der Zerstörer „Mölders“ künftig seinen Interimsliegeplatz und lädt zur Besichtigung ein. Im angrenzenden Küstenmuseum Wilhelmshaven kann die Sonderausstellung „Aufgetaucht!“ erkundet werden. Die Schau gibt einen Vorgeschmack auf die neue Dauerausstellung, die voraussichtlich 2029 im modernisierten Marinemuseum eröffnen wird und informiert zugleich über die laufenden Baumaßnahmen.
Der große Umbau: Was hinter den Kulissen passiert
Mit eingeworbenen Fördergeldern des Bundes startet das Deutsche Marinemuseum in eine umfassende Erweiterung und Modernisierung, die voraussichtlich bis 2030 abgeschlossen sein soll. Geplant sind:
Erste Schritte stehen bevor
Bevor Bagger und Baugerät anrücken können, muss zunächst Platz geschaffen werden:
Anfang 2027 werden das Flaggschiffschiff des Museums, die „Mölders“, und das Schnellboot „Gepard“ vom Verbindungshafen in den Großen Hafen geschleppt und machen am Bontekai fest.
Bereits Ende Oktober 2026 wird das Minenjagdboot „Weilheim“ außer Dienst gestellt. Nach 35 Dienstjahren in der Marine und 28 Jahren als beliebtes Museumsboot ist das Holz von Rumpf und Aufbauten zu morsch, um erhalten zu werden. Mit einem Festprogramm unter dem Motto „Farewell, ‚Weilheim‘!“ wird das Minenjagdboot am 31. Oktober 2026 im Museumshafen feierlich und mit der ihm gebührenden Würdigung verabschiedet.

Letzte Woche war unsere PönEx-Crew von der Marinekameradschaft Weilheim in Oberbayern fünf Tage lang an Bord unseres gleichnamigen Minenjagdbootes im Einsatz. Der letzte Arbeitseinsatz vor der anstehenden Aussonderung der „Weilheim“ Ende Oktober dieses Jahres widmete sich der Aufgabe, das Boot für den Rest der Saison noch einmal schön zu machen. Die Crew setzte vor allem Teile instand, die in die Sammlung des Marinemuseums aufgenommen und so für die Nachwelt erhalten werden sollen.
Die PAP-Drohnen, die einst der Minenjagd dienten, wurden von den Kameraden aus Weilheim abmontiert, mit dem Hochdruckreiniger gründlich gereinigt und anschließend in strahlendem Verkehrsgelb gestrichen. Die zugehörigen Halterungen wurden ebenfalls aufgearbeitet. Kleinere Reparaturen wurden beispielsweise an einer Holztreppe vorgenommen, um die Sicherheit der Gäste beim Rundgang über das Boot zu gewährleisten.
Während der Arbeit blieb die „Weilheim“ weiterhin für unsere Besucherinnen und Besucher zugänglich. Kleine Hinweisschilder und Absperrungen machten auf die frisch gestrichenen Bereiche aufmerksam. Dabei kamen die Crewmitglieder immer wieder mit Gästen des Museums ins Gespräch und beantworteten Fragen rund um die „Weilheim“ und ihre Geschichte.
In diesem Jahr beehrte auch der neu gewählte Bürgermeister von Weilheim das Marinemuseum mit einem Besuch. Tillman Wahlefeld ist seit Mai im Amt und verschaffte sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Daphne bei einem Rundgang an Bord einen persönlichen Eindruck vom Minenjäger mit der 67-jährigen Geschichte.
Wir sagen ganz herzlich: Dankeschön, liebe Crew! Ein großer Dank gilt außerdem der Stadt Weilheim, die die Marinekameradschaft seit vielen Jahren auf ihren Reisen von Oberbayern nach Wilhelmshaven unterstützt.
Ohne den tatkräftigen Einsatz unserer PönEx-Crews wäre die Pflege und Instandhaltung der Boote und Schiffe in unserem Museumshafen nicht möglich.
Dies ist die letzte Saison der „Weilheim“. Nach 35 Jahren als Minenjäger bei der Marine und 28 Jahren Dienst als Museumsboot ist das Holzboot mittlerweile in einem Zustand, in dem es nicht mehr wirtschaftlich saniert werden kann. Knapp sieben Jahrzehnte lang – seit 1959! – haben Salzwasser von unten und Regenwasser von oben dem hölzernen Rumpf und den aus Holz gefertigten Aufbauten zugesetzt. Die hölzerne Substanz des Bootes ist heute stark durchfeuchtet. Schweren Herzens werden wir die „Weilheim“ Ende Oktober aussondern müssen.
Noch bis zum 31. Oktober können Gäste die „Weilheim“ in unserem Museumshafen erkunden! Am Samstag, 31. Oktober, werden wir das ehemalige Minenjagdboot mit einem Festprogramm verabschieden – Programm folgt!
Am Freitag, 21. August lädt der Nautische Verein ab 17 Uhr zum Molenfest auf die Nordmole der ehemailgen Dritten Einfahrt.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt, die musikalische Unterhaltung liefern die „Plitsch 7“ des Marinemusikkorps Wilhelmshaven.
Wir sind mit einem Stand vor Ort und freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen: Erfahren Sie, was es Neues im Museum gibt und welche Projekte wir uns für die kommenden Jahre vorgenommen haben!
Mit einem Festprogramm verabschieden wir am 31. Oktober unser Museumsboot „Weilheim“.
Das Minensuch- und Jagdboot hat der Marine und unserem Museum Jahrzehnte lang treue Dienste geleistet. Nach 67 Jahren im Wasser ist die gesamte hölzerne Struktur der „Weilheim“ jedoch zu stark von Feuchtigkeit durchsetzt und nicht mehr zu retten. Das Boot wird daher ausgemustert.
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Geschichte der „Weilheim“ Revue passieren lassen und einen Blick in die Zukunft werfen.
Feiern Sie mit uns und nutzen Sie die letzte Chance, an Bord der „Weilheim“ zu gehen!
Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag frei.
Der Erhalt und dauerhafte Unterhalt der Boote und Schiffe im Museumshafen sind keine Selbstverständlichkeit. Das Deutsche Marinemuseum präsentiert die verschiedenen Marineeinheiten und macht diese weitestgehend für die Besucherinnen und Besucher zugänglich. Um die dauerhafte Schwimmfähigkeit zu gewährleisten sind Kontrollen notwendig. Daher werden die Rümpfe in regelmäßigen Abständen geprüft, neue Farbe aufgetragen und diverse Reparaturen durchgeführt. Auch wenn viele der Arbeiten durch Freiwillige, größtenteils ehemalige Besatzungsmitglieder (unsere „Pön-Ex“-Crews), im Rahmen eines Ehrenamtes durchgeführt werden, so kosten die Materialien und Werkzeuge, aber auch die Werftaufenthalte doch viel Geld.
Im Museumshafen befindet sich eine neue Station, die einen Überblick über alle Schiffe und Boote gibt und gleichzeitig exemplarisch aufzeigt, welche Summen für welche Maßnahmen auf den verschiedenen Einheiten benötigt werden. Museumsgäste dürfen hier gerne für „Ihr“ Boot oder Schiff spenden.
Der Zahn der Zeit nagt auch an den Großexponaten des Deutschen Marinemuseums. Insbesondere betroffen sind ehemalige Boote der Marine, deren Rumpf und Decks seinerzeit aus Holz gefertigt wurden, was der Museumsbesucher auf den ersten Blick so nicht erkennen kann. So wurden am GEPARD, auch wenn er erst 2016 im Marinemuseum aufgenommen wurde, Schäden im Oberdecksbelag festgestellt, an denen durch Risse und zum Teil bereits offene Stellen bei jedem Niederschlag Wasser in das darunter liegende Holzdeck eindringen konnte und es zerstörte.
Als Herausforderung erwies sich die Suche nach einem Auftragnehmer, der noch in der Sommersaison die Schäden beheben sollte. In einigen dazu befähigten Betrieben waren die Auftragsbücher so gut gefüllt, dass in diesem Jahr keine Kapazitäten mehr zur Verfügung standen.
Einzig die traditionsreiche Bültjer-Werft aus Ditzum an der Ems zeigte Interesse und nahm den Besichtigungstermin wahr. Als dann noch der Vorstand der Stiftung Deutsches Marinemuseum grünes Licht für die Instandsetzung gab, wurde die Werft kurz danach beauftragt, und nahm bereits am darauf folgenden Montag die Arbeit an Bord des GEPARD auf.
Das Team um Juniorchef Andy Bültjer, der mit Material und Werkzeug sowie vier seiner Mitarbeiter anreiste, hat 5 Tage bei überwiegend wolkenlosem Himmel und Temperaturen bis 30 °C auf dem GEPARD gearbeitet und sicher haben alle dabei mehr als genug Schweiß gelassen. Bis zum letzten Tag war die Stimmung im Team trotzdem gut ( siehe Foto) und die beauftragten Schadstellen im Oberdeck waren professionell bearbeitet. Auch für den Laien war erkennbar, dass hier jemand gearbeitet hat, der sein Handwerk versteht. Danke dafür! Bevor es zurück nach Ditzum/Ems ging, konnte am letzten Tag sogar noch eine kleine Reparatur auf der WEILHEIM erledigt werden.
Nach sechswöchigem Werftaufenthalt ist unser ältestes Museumsboot, die „Weilheim“, am 6. Januar 2020 an ihren angestammten Liegeplatz längsseits der „Mölders“ zurückverlegt worden.
In der Werft war das Unterwasserschiff gereinigt, von Bohrwurmbefall befreit und mit einer Kupferbeplankung gegen neuerlichen Befall geschützt worden. Zudem hat der Rumpf einen neuen Anstrich erhalten.
Zuvor hat das B-Deck eine neue Oberdecksbeplankung erhalten.
Nun ist die „Weilheim“ wieder im Museum zu besichtigen.
Nach der Reinigung des Unterwasserschiffes der „Weilheim“ wurde ein starker Bohrwurmbefall im Wasserpass festgestellt.
Unter Hinzuziehung eines Sachverständigen wurde ein praktikabler Weg zur Schadensbeseitigung gefunden: die Schadstellen wurden abgeflammt und mit Bitumen verschlossen. Anschließend wurde der Wasserpass vollständig mit Kupferplattenverschlossen.
Nun steht einer mehrjährigen Liegezeit im Museumshafen nichts mehr im Wege. Noch vor Weihnachten wird die „Weilheim“ an ihren angestammten Liegeplatz im Deutschen Marinemuseum zurückverlegt werden.
Am 20. November verlegte unser Minenjagdboot „Weilheim“ von seinem angestammten Liegeplatz im Museum in eine Wilhelmshavener Werft. Dort werden das Unterwasserschiff gereinigt, eventuelle Schäden repariert und anschließend ein konservierender Unterwasseranstrich aufgebracht. Mitte Dezember wird das Boot ins Museum zurückkehren und wieder zu besichtigen sein.