Gericht Reichert im Deutschen Marinemuseum (Foto: Deutsches Marinemuseum | Stephan Huck)

Dekonstruiert

Im gutbesuchten Haus gab Gerrit Reichert Einblick in seine jüngsten Recherchen zum Verhältnis von Lothar-Günther Buchheim und Heinrich Lehmann Willenbrock, deren gemeinsame Fahrt auf U96 Eingang in Buchheims Roman „Das Boot“ gefunden hat.

19. August 2019

Kein Geschichtsbuch hat unser Bild vom U-Bootkrieg im Zweiten Weltkrieg so sehr geprägt wie der Roman „Das Boot“ von Lothar-Günther Buchheim und seine spätere Verfilmung durch Wolfgang Petersen.

Vor gut 80 Gästen nahm Gerrit Reichert sich der Frage an, wie es Buchheim geschafft hatte, diese Deutungshoheit zu erlangen. Insbesondere ging er auf die Nähe des Künstlers zu Größen des Regimes im Nationalsozialismus ein und dekonstruierte damit das später von ihm selbst gezeichnete Bild des unpolitischen Künstlers.

Ferner stellte er dar, wie die Beziehung zu Heinrich Lehmann-Willenbrock, den Kommandanten von U96, mit dem Buchheim einst als Kriegsberichterstatter zur See gefahren war, zum Ende von Lehmann-Willenbrocks Leben an Buchheims Anspruch auf Deutungshoheit zerbrach.

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