Aussonderung der Weilheim

Noch bis zum 31. Oktober zu besichtigen

6. Februar 2026

Unsere Museumsschiffe und -boote im Museumshafen in Stand zu halten, ist eine der größten und vor allem kostenintensivsten Aufgaben des Deutschen Marinemuseums. Unsere Haustechnik arbeitet täglich an unseren Einheiten und auch die PönEx-Crews, die es für jede Einheit gibt, arbeiten zweimal im Jahr mit Hochdruck daran, dass wir diese wunderbaren Objekte weiterhin für unsere Museumsbesucher:innen zugänglich halten können.

Trotz aller Bemühungen verschlechterte sich der Zustand des Minenjagdbootes M1077 „Weilheim“ in den letzten Jahren zusehends. Die Schäden an dem Holzboot wurden selbst für Laien immer sichtbarer. Ein Gutachten über den Zustand des Bootes, das von Prof. H. Dieter Scharping 2025 durchgeführt wurde, ergab, dass die Feuchtigkeit in alle Ecken des Bootes gezogen war und bereits erhebliche Schäden hinterlassen hat.

Eine Messung an der Außenhaut des Bootes war im Detail nicht möglich, da der Wert der Feuchtigkeit die Messskala überschritt:

Und auch bei der Betrachtung des Decks und seiner Aufbauten wurden die Schäden leider mehr als deutlich.

Zwar wurde dem Boot eine weitere Schwimmfähigkeitsbescheinigung bis 2030 ausgestellt, allerdings ist zweifelhaft, ob ein sicheres Begehen für unsere Besucher:innen so lange möglich wäre.

Eine Restaurierung des Bootes würde eine vollständige Erneuerung der Außenhaut, des Decks und einen Großteil der Aufbauten bedeuten. Eine solche Restaurierung würde einen hohen 6- bis 7-stelligen Betrag bedeuten. Solche Gelder stehen uns leider einfach nicht zur Verfügung. Daher mussten wir die schmerzhafte Entscheidung treffen, das Boot zum Jahresende auszusondern.

Das Boot ist daher noch bis zum 31. Oktober 2026 für Sie begehbar.

Zudem werden wir es gebührend mit einer Abschiedsfeier verabschieden. Alle Informationen diesbezüglich werden rechtzeitig über die üblichen museumseigenen Kanäle bekannt gegeben.

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