24. Dezember 2022: geschlossen

31. Dezember 2022: 10:00 bis 15:00 Uhr

01. Januar 2023: 11:00 bis 17:00 Uhr

An allen anderen Tagen ist das Museum wie üblich von November bis März von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Foto: Dr. Stephan Huck, Chika Stanley Ezeocha, Nina Nustede, (c) DMM

Vom 2. bis zum 11. November war Chika Stanley Ezeocha, Chefrestauratorin der National Commission for Museums and Monuments (NCMM) im Rahmen des RESIN-Programmes des EUNIC-Clusters (EU National Institutes for Culture) und des Goethe-Instituts Nigeria zu Gast im Deutschen Marinemuseum.

Chika Ezeocha ist am National War Museum in Umuahia zuständig für die Instandhaltung und Restaurierung der musealen Objekte, die ähnlich wie bei uns von Fotografien über (historische) Waffen- und Waffensysteme hin zu Verkehrsmitteln (Boote, Flugzeuge, gepanzerte Autos) reichen. Sie beschäftigt sich aktuell mit der Konzeption einer interaktiven militärgeschichtlichen Ausstellung für Kinder und Jugendliche, deren Fertigstellung für 2024 anvisiert ist. Neben einem gegenseitigen Kennenlernen der beiden Häuser – National War Museum und Deutsches Marinemuseum – war die Vermittlung von Militär- bzw. Kriegsgeschichte an Kinder und Jugendliche das Kernthema des Austausches. Eine für ein jüngeres Publikum altersgerechte Vermittlung von Militärgeschichte, Krieg und Gewalt ist kein leichtes Unterfangen, bieten sich hier doch viele Fallstricke. Gerade jüngeren Museumsgästen ein solch ernstes Thema zu vermitteln ist im Gegensatz zu anderen Themen auf spielerische Weise nur sehr eingeschränkt möglich, eine Verniedlichung der Thematik oder gar einen propagandistischen Zugang gilt es zu vermeiden. Gerade letzteres im Sinne einer Nachwuchswerbung der Bundeswehr ist in deutschen Museen – inklusive der bundeswehreigenen Museen – in Deutschland eher verpönt, stellen museale Institutionen doch einen (weitgehend) neutralen Ort der objektiven Aufklärung über (historische) Themen dar. Wer bereits einmal militärgeschichtliche Museen in den Niederlanden oder England besucht hat, weiß, dass dies im europäischen Ausland ein wenig anders gehandhabt wird. Auch in Nigeria ist hier der Zugang aufgrund der Geschichte des Landes sowie kultureller und politischer Gegebenheiten unterschiedlich. Zugang zu Bildung ist nicht selbstverständlich, es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit und gewalttätige Auseinandersetzungen verschiedener militanter Gruppen bedrohen die Sicherheit der zivilen Bevölkerung. Dementsprechend ist das Konzept der interaktiven Ausstellung für Kinder und Jugendliche nicht nur als Ort der Bildung, sondern auch als eine freie Begegnungsstätte verschiedener ethnischer Gruppen geplant. Während hier gleichzeitig der Patriotismus eines einheitlichen nigerianischen Staates gefördert werden soll, ist das primäre Ziel die Vermittlung der gewaltfreien Lösung von Konflikten.

Bei allen kulturellen, institutionellen und operativen Unterschieden ließ sich am Ende jedoch trotzdem feststellen, dass die professionelle Museumsarbeit ähnlich aufgebaut ist und funktioniert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Austausch im Zuge dieses Residenzprogrammes interessante und spannende Einblicke auf beiden Seiten bot. Tatsächlich ist das RESIN-Programm auch als Austausch gedacht, so dass im Laufe des nächsten Jahres (hoffentlich) der Gegenbesuch eines Mitgliedes aus dem Wissenschaftsteam des Deutschen Marinemusuems in Nigeria stattfinden kann!

Ungefähr vier Wochen war unser U-Boot U 10 für den Besucherverkehr gesperrt, nun erstrahlt es wieder in neuem/altem Glanz. Kleinere Instandsetzungsarbeiten wurden vorgenommen, das U-Boot gründlichst hochdruckgereinigt und mit einer neuen Grundierung und einem neuen Farbanstrich versehen.

Unterseeboot U 10 (S 189), Inventarnummer 2014-171-001

Die Fotopostkarte mit der Inventarnummer 2014-206-010 zeigt Teile der Mannschaft der SMS BADEN, einem Großlinienschiff der BAYERN-Klasse der Kaiserlichen Marine.

Für unser Escape-Game “Flucht vom Museumsschiff” suchen wir ab sofort Ehrenamtliche, die gegen eine Aufwandsentschädigung (20,00 Euro pro Spiel) die Spielleitung übernehmen würden.
Hierbei soll der Spielleiter oder die Spielleiterin die Vor- und Nachbereitung des Spiels sowie die Betreuung der Spielenden übernehmen. Dazu gehört vor Spielbeginn der Auf- und nach Spielende der Abbau, außerdem steht die Spielleitung während des Spiels als „helfende Hand“ zur Verfügung.

Wenn Sie also Interesse haben als “helfende Hand” Teil des aufregenden Erlebnisspiels zu sein, melden Sie sich bitte bei uns unter 04421 400840 oder info@marinemuseum.de.

Zum 1. Oktober 2002 verließ der Historiker Stephan Huck seinen Posten als Büroleiter und Adjutant des damaligen Leiters des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (heutiges Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften) und wurde Leiter des Deutschen Marinemuseums. Die Promotion erfolgte mit der Dissertation zum Thema “Soldaten gegen Nordamerika. Lebenswelten Braunschweiger Subsidientruppen im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg” während des laufenden Betriebes, der von vielen Meilensteinen geprägt ist. Neben zahlreichen Sonderausstellungen in 20 Jahren zeichnet er sich verantwortlich für diverse Großprojekte wie z.B. die Übernahme des ehemaligen Lenkwaffenzerstörers “Mölders” als Museumsschiff im Jahr 2005, den Ankauf der “Nordwind” 2008, der Neugestaltung und den Umbau des Museums 2009/2010, der Übernahme der neuesten Einheit in unserem Museumshafen, dem Schnellboot “Gepard”, und nicht zuletzt der 2018 angestoßenen grundlegenden Neukonzeption des Deutschen Marinemuseums.

Im Rahmen des HaVensommers bietet das Museum Gästen am 21. August und 17. September das neue Programm “Flucht vom Museumsschiff”, ein Escape-Game für Jung und Alt, an.

Da beide Termine bereits ausgebucht sind, haben wir uns entschieden, das Escape-Game in unser reguläres Besucherprogramm ab dem 19. September aufzunehmen. Ca. 60 Minuten haben bis zu 8 Personen Zeit, ihren Weg aus der Offiziersmesse des Museumsschiffes “Mölders” durch die Lösung von Rätseln zu finden.

Flucht vom Museumsschiff – teilweise ausgebucht!

Aufgrund der sehr hohen Nachfrage und unseren begrenzten Kapazitäten können wir leider für den restlichen September und für die Oktoberwochenenden aktuell keine Reservierungen mehr für unser Escape-Game annehmen. Termine unter der Woche sind im Oktober aber noch möglich! Wir freuen uns sehr über das große Interesse.

Das Escape-Game ist für Personen ab 12 Jahren geeignet, kostet 50 Euro (ab 1. Januar 2023: 80 Euro) pro Gruppe und kann über unseren Besucherservice unter info@marinemuseum.de oder über 04421 400840 gebucht werden.

40 Männer und Frauen haben tatkräftig beim großen PönEx “Mölders” Mitte Mai bei die Pflege und Instandhaltung des ehemaligen Zerstörers geholfen und eine Woche lang ordentlich Rost geklopft, gepönt und Reparaturen vorgenommen. Insbesondere hat es uns grfreut (und auch wenig überrascht), dass Katja und Niko Stacherl, die ein paar Tage zuvor am 6. Mai geheiratet haben, mit dabei waren und damit ihre Flitterwochen bei uns verbracht haben!

(c) Deutsches Marinemuseum, Bernd Rahlf

Wir wünschen dem frisch getrauten Ehepaar alles Gute, Gesundheit und viele weitere PönExe für die Zukunft!

An Heiligabend, 24. Dezember, bleibt das Museum geschlossen. Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag ist das Museum normal von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Am 31. Dezember sind Gäste zwischen 10 und 15 Uhr und an Neujahr zwischen 11 und 17 Uhr herzlich willkommen.

Mit dem Inkrafttreten der 2G-Regelung am 1. November können wir wieder Führungen in den Innenräumen sowie auf den Booten und Schiffen anbieten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, alle Informationen zu unserem vielfältigen Programm finden Sie hier.

Auch die öffentlichen Führungen immer samstags um 14 Uhr zu wechselnden Themen finden wieder statt. Diese sind kostenlos, eine für den Tag gültige Eintrittskarte wird benötigt. Die Teilnehmerzahl ist auch hier auf 15 Personen begrenzt, eine Voranmeldung ist über den Onlineshop möglich.

Haben Sie Fragen ? Wir helfen gern.