
Vorübergehend anders, dauerhaft besser: Der große Umbau beginnt 2027
2027
4. September 2026
Ab Frühjahr 2027 präsentiert sich das Deutsche Marinemuseum vorübergehnd an zwei maritimen Standorten in Wilhelmshaven:
Südstrand: Am gewohnten Ort empfangen das U-Boot „U 10″ und die Dauerausstellung „Menschen – Zeiten – Schiffe“ weiterhin Besucherinnen und Besucher.
Bontekai: Hier hat der Zerstörer „Mölders“ künftig seinen Interimsliegeplatz und lädt zur Besichtigung ein. Im angrenzenden Küstenmuseum Wilhelmshaven kann die Sonderausstellung „Aufgetaucht!“ erkundet werden. Die Schau gibt einen Vorgeschmack auf die neue Dauerausstellung, die voraussichtlich 2029 im modernisierten Marinemuseum eröffnen wird und informiert zugleich über die laufenden Baumaßnahmen.
Der große Umbau: Was hinter den Kulissen passiert
Mit eingeworbenen Fördergeldern des Bundes startet das Deutsche Marinemuseum in eine umfassende Erweiterung und Modernisierung, die voraussichtlich bis 2030 abgeschlossen sein soll. Geplant sind:
- Sanierung der Kajen – die noch aus den 1880er Jahren stammenden Anlagen werden grundlegend erneuert
- Neues Erweiterungsgebäude – auf frisch aufgespültem Land im Hafen entsteht Raum für Sonderausstellungen, Workshops und Events
- Attraktiver Museumshafen und neue Dauerausstellung – fit für neue schwimmende Großexponate und neue Einblicke in die deutsche Marinegeschichte
- Modernes Depot im Norden Wilhelmshavens – mit optimalen klimatischen Bedingungen für alle Arten von Sammlungsobjekten, ergänzt um Büroflächen und eine öffentlich zugängliche Fachbibliothek zur deutschen Marinegeschichte
Erste Schritte stehen bevor
Bevor Bagger und Baugerät anrücken können, muss zunächst Platz geschaffen werden:
Anfang 2027 werden das Flaggschiffschiff des Museums, die „Mölders“, und das Schnellboot „Gepard“ vom Verbindungshafen in den Großen Hafen geschleppt und machen am Bontekai fest.
Bereits Ende Oktober 2026 wird das Minenjagdboot „Weilheim“ außer Dienst gestellt. Nach 35 Dienstjahren in der Marine und 28 Jahren als beliebtes Museumsboot ist das Holz von Rumpf und Aufbauten zu morsch, um erhalten zu werden. Mit einem Festprogramm unter dem Motto „Farewell, ‚Weilheim‘!“ wird das Minenjagdboot am 31. Oktober 2026 im Museumshafen feierlich und mit der ihm gebührenden Würdigung verabschiedet.