Vortrag: »Das waren für uns Ausländer«

23. Februar 2023 · 19:00 Uhr

Lennart Bohne spricht über die Aufnahme der Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Niedersachsen und Ostfriesland

Kindergruppe im Flüchtlings- und Vertriebenenlager Tidofeld, 1951 (c) Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Niedersachsen jede:r Vierte eine Zwangsmigration hinter sich. Die Flüchtlinge und Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten Pommern, Schlesien und Ostpreußen trugen in der Folge entscheidend zum Aufbau des Bundeslandes bei. Doch wie verlief ihre Ankunft und Aufnahme konkret und welche Hindernisse gab es dabei? Wie wurden die Flüchtlinge und Vertriebenen in der „neuen Heimat“ aufgenommen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Lennart Bohne im Rahmen seines Vortrages.

Lennart Bohne ist pädagogischer Leiter der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld in Norden, welches die Flucht und Vertreibung von Bewohnern der ehemaligen deutschen Ostgebiete und deren Integration in Niedersachsen und Nordwestdeutschland sowie das Vertriebenenlager Tidofeld dokumentiert. Das Lager entstand nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Ausbildungs- und Durchgangslager für Marinesoldaten und gehörte mit ca. 6000 Bewohnern zu einem der größten Vertriebenenlager Deutschlands. Lennart Bohne wirft in seinem Vortrag einen Blick in die Zeitgeschichte und fragt, ob das Zusammenrücken sowie das Narrativ einer erfolgreichen Integration während der „Stunde Null“ dem Gesamtbild gerecht wird.

Der Vortrag gehört zum Begleitprogramm der aktuellen Sonderausstellung „Vom Ihr zum Wir. Flüchtlinge und Vertriebene im Niedersachsen der Nachkriegszeit“, die noch bis zum 5. März im Deutschen Marinemuseum zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

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